Der Mönchhof gehört zum ältesten Siedlungsbereich Scherfedes und erinnert mit seinem Namen an die jahrhundertelange Verbindung des Dorfes zum nahe gelegenen Kloster Hardehausen. Die Zisterzienser besaßen in Scherfede umfangreiche Ländereien und prägten Landwirtschaft und dörfliches Leben. Bereits für 1233 ist Besitz des Klosters in Scherfede nachgewiesen.
Rund um den Mönchhof entwickelte sich ein bäuerlich geprägter Dorfmittelpunkt. Höfe, Wirtschaftsgebäude und später die nahe Kirche bestimmten das Bild. In unmittelbarer Nachbarschaft entstand 1683 unter Abt Stephan Overgaer die Zehntscheune, in der die Naturalabgaben der Bevölkerung gesammelt und gelagert wurden.
Ein historisches Foto um 1900 zeigt den Mönchhof noch mit Pferde- und Leiterwagen, Fachwerkhäusern und landwirtschaftlichen Gebäuden – ein eindrucksvolles Zeugnis des alten Scherfede.
Heute hat sich das Erscheinungsbild grundlegend verändert. Doch der Mönchhof erinnert noch immer an die bäuerlichen und klösterlichen Wurzeln Scherfedes und an einen Ort, an dem sich über Jahrhunderte Dorfgeschichte abspielte.
