Das Scherfeder Kriegerdenkmal „St. Michael“ wurde 1924 zum Gedenken an die Gefallenen des Ersten Weltkriegs errichtet. Geschaffen wurde das Ehrenmal aus Sandstein vom Warburger Bildhauer Franz Heise. Der Erste Weltkrieg hatte Scherfede schwer getroffen: 68 Scherfeder Soldaten fielen, vier weitere blieben vermisst – bei damals rund 2.000 Einwohnern ein tiefer Einschnitt für das gesamte Dorf.
Ursprünglich stand das Denkmal an der Hauptstraße. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es um das Gedenken an dessen Gefallene und Opfer erweitert. 1964 erfolgte der Abbau beziehungsweise die Versetzung vom ursprünglichen Standort. 1986 wurde „St. Michael“ schließlich Auf der Ricke neu errichtet.
Bis heute ist das Ehrenmal ein zentraler Ort des Gedenkens in Scherfede. Am Volkstrauertag versammeln sich hier Vereine, Feuerwehr, Musikverein und Bevölkerung zur Kranzniederlegung.
Das Denkmal erinnert damit nicht nur an die Toten vergangener Kriege. Es mahnt auch kommende Generationen, Frieden, Freiheit und Versöhnung zu bewahren.


