Die katholische Pfarrkirche St. Vincentius prägt seit mehr als 160 Jahren das Ortsbild von Scherfede. Die heutige neugotische Kreuzbasilika wurde 1859 bis 1862 errichtet. Der Entwurf wurde 1856 vom bedeutenden preußischen Architekten Friedrich August Stüler überarbeitet.
Ein besonderer Kunstschatz befindet sich im Inneren: 1931 schuf der Künstler Bernd Terhorst einen monumentalen Kreuzweg mit 14 Stationen, die als zusammenhängende Bildfriese direkt auf die Kirchenwände gemalt wurden. Terhorst gestaltete außerdem Glasfenster für die Kirche.
Ab 1965/67 wurden die Kreuzwegbilder überklebt und verschwanden für Jahrzehnte weitgehend aus dem Blick. Erst bei der umfassenden Restaurierung 2007 wurden sie wieder freigelegt. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe würdigte den selten erhaltenen Kreuzweg anschließend als „Denkmal des Monats“.
Hochaltar, Flügelaltar, Glasfenster und Wandmalereien machen St. Vincentius zu einem besonderen Zeugnis Scherfeder Kirchen- und Kunstgeschichte.

