„Kriegerdenkmal“
Das Denkmal für die gefallenen Soldaten des Ersten Weltkriegs aus Scherfede wurde am 29. Juni 1924 vor dem heutigen „Dorftreff“ feierlich eingeweiht. Nach 1945 wurden die Tafeln mit den Namen der Gefallenen des Zweiten Weltkriegs hinzugefügt. 1964 abgebaut, fand das Denkmal 1970 an der Friedhofskapelle einen neuen Platz. Seit 1986 steht es in seiner heutigen Umgebung.
Die Gestaltung und die Sinngebung des Scherfeder „Kriegerdenkmals“ entsprangen einem weitverbreiteten politischen Zeitgeist in der Weimarer Republik: Deutschland müsse alles daransetzen, die Niederlage im Ersten Weltkrieg zu korrigieren, um zu alter „Größe“ zurückkehren zu können. In den Worten der Erbauer des Denkmals stellte der hl. Michael den „Patron des deutschen Heeres im Kampfe mit Luzifer“ dar, „den Kampf der guten gegen die bösen Geister versinnbildlichend“. Die christliche Bildsprache und die Opfer des Krieges wurden so für eine nationalistische, von Revanchegefühlen geprägte Botschaft instrumentalisiert.
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