Das „Bürgermeisteramt“ – Scherfedes alter Dorfmittelpunkt
Das Haus Briloner Straße 30 ist traditionell ein Mittelpunkt des öffentlichen Lebens in Scherfede. Es wurde in den 1870er-Jahren als Schule für die oberen Volksschulklassen errichtet. Nach dem Bau der Schule am Bruchring diente das Gebäude weiter als Wohnhaus für die Lehrerinnen und Lehrer. Nach dem Zweiten Weltkrieg zog die Gemeindeverwaltung in das Haus ein. In Scherfede wird es deshalb bis heute das „Bürgermeisteramt“ genannt. Auf dem Vorplatz befand sich seit 1924 vierzig Jahre lang das „Kriegerdenkmal“ mit der Skulptur des hl. Michael (heute: „Auf der Ricke“), der zentrale Ort der dörflichen Erinnerungskultur.
Zum 1. Januar 1975 verlor die Gemeinde Scherfede ihre Selbstständigkeit und wurde Stadtteil der Stadt Warburg. Eine Außenstelle der Stadtverwaltung bezog das Gebäude. Eine Zeit lang diente es auch als Postamt. Außerdem befindet sich hier eine öffentliche Bücherei. Schließlich konnte nach einem umfassenden Umbau 2024 der „Dorftreff Scherfede“ eröffnet werden, der sich zu einem kulturellen „Hotspot“ des Dorfes entwickelt hat.
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